Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
"Alt-katholisch - was ist das?"
Diese Frage wird oft gestellt. Bei "katholisch" denken die meisten gleich an Rom, Papst, Vatikan, eben an "römisch-katholisch". Alt-katholisch klingt da in manchen Ohren eher nach konservativ, altmodisch, überholt und restriktiv, denn der Begriff "alt" ist heute nicht mehr positiv besetzt.
Die Wirklichkeit der Alt-Katholischen Kirche und die Intention ihres Namens ist jedoch eine ganz andere: Es ist gerade ihr Anliegen, das Evangelium Jesu Christi den Menschen ihrer Zeit nahe zu bringen - in einer zeitgemäßen Sprache und Gemeindeorganisation. Die Alt-Katholische Kirche ist eine katholische Kirche, die von Rom unabhängig ist. Sie entstand im Anschluss an das Erste Vatikanische Konzil (1870). Die katholischen Christen, die die Beschlüsse des Ersten Vatikanischen Konzils nicht annahmen, wurden von der römisch-katholischen Kirche exkommuniziert und gründeten in der Folge eigene Gemeinden und eine bischöflich-synodal verfasste Kirche. An ihrer Spitze stehen die Synode und der Bischof. Weitere Merkmale der Alt-Katholischen Kirche sind:
Seit 1996 sind auch Frauen zu allen Ämtern der Kirche zugelassen. Die Pfarrer und Pfarrerinnen dürfen heiraten. Wiederverheiratete Geschiedene bleiben zu den Sakramenten zugelassen.
Außerdem ist die Alt-Katholische Kirche von Anfang an ökumenisch ausgerichtet und arbeitet mit den anderen Konfessionen zusammen. Sie ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).
Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche staatskirchenrechtlich gleichgestellt. In Deutschland gibt es rund 60 Haupt- und 40 Nebengemeinden. Bischofssitz ist Bonn. Die Alt-Katholische Kirche ist Mitgliedskirche der Utrechter Union.
Download der Informationsbroschüre zur Alt-Katholischen Kirche.


