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Bischofskirche

Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken verfügt bisher über keine Kathedrale, also eine Kirche, in der der Bischof mit der versammelten Kirche die Gottesdienste feiert, die für das gesamte Bistum von Belang sind. Im Wesentlichen handelt es sich hier um die Weihe der heiligen Öle in der Zeit vor Ostern, um die Weihen zum Diakonat und priesterlichen Dienst oder auch um Synodengottesdienste, z.B. Wahlsynoden oder große ökumenische Feiern mit dem Bischof.

Die Frage, ob und wozu unsere Kirche eine solche Bischofskirche brauchen könnte, muss im Bistum gewiss noch weiter reflektiert werden. Auch wenn sich die Alt-katholische Kirche immer als katholische Reformbewegung verstanden hat, die zu Anfang bewusst nicht Altar gegen Altar stellen wollte, so ist eine Bischofskirche vom kirchlichen Selbstverständnis her durchaus sinnvoll. Denn nach alter katholischer Lehre ist Kirche immer dort anzutreffen, wo sich eine Gemeinschaft von Getauften mit ihrem Bischof zur Feier der Eucharistie versammelt. So gesehen waren die Kathedralen in der alten Kirche sogar die „Mutterkirchen“ der Pfarrkirchen. Dementsprechend haben die meisten anderen Mitgliedskirchen der Utrechter Union auch ganz selbstverständlich Bischofskirchen.

Die Namen-Jesu Kirche könnte eine solche Funktion in Zukunft für das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland erfüllen.